Kurzbeschreibung

Social Media-Plattformen befinden sich im Umbruch. Facebook und YouTube stehen als intransparent und manipulierbar in der Kritik: Sie verhelfen fragwürdigen Inhalten zu Reichweite, sollen sogar zur Wahlmanipulation genutzt worden sein. Die Plattformen reagieren wie vor ihnen auch schon Snapchat und musical.ly mit weitreichenden Änderungen. Sie beauftragen Shows und Formate, die eigens für sie produziert werden und ihnen ein neues Gesicht geben sollen. Gleichzeitig beschränken neue Algorithmen die Sichtbarkeit von Medien, immer öfter muss für Reichweite bezahlt werden. Für die Inhalteproduzenten entsteht ein permanenter Handlungsdruck, eigenständig Kontakt mit den Nutzerinnen und Nutzern aufzunehmen. Die Plattformen beauftragen immer häufiger Shows und Formate, die eigens für sie produziert werden, um sich abzuheben. All dies bedingt, dass die Social-Aktivitäten der Sender und Produzenten stärker denn je ihren Wert nachweisen müssen. 

Wie wirkt sich der Reboot von Facebook und YouTube auf Sender und Produzenten aus? Was ist nötig, um erfolgreiche Formate zu entwickeln und wie kann man innerhalb eines Formats kreative neue Wege beschreiten? Welchen Regeln folgen die Algorithmen und wie bedient man sie effektiv? Wie generiert man noch organische Reichweite und wann lohnt es sich, für Reichweite zu bezahlen? Mit diesen und weitere Fragen beschäftigt sich der 7. Deutsche Social TV Summit, der in diesem Jahr mit Unterstützung der Medientage München GmbH und dem MedienNetzwerk Bayern durchgeführt wird.

Agenda

weitere Informationen und Programm unter https://www.blm.de/blm-events/events-2018/social-tv-summit.cfm.

 

Programmschema:

09:30 Registrierung und Netzwerken

10:30 Grußwort

  • Siegfried Schneider, Präsident, BLM, München

10:40 Vortrag – Social Reboot: Neue Ansätze von Pay-to-play bis Originals.

  • Bertram Gugel, gugelproductions, Berlin

10:55 Keynote

11:15 Social & Media: das Ende einer schwierigen Beziehung? – Einführung

11:30 Social & Media: das Ende einer schwierigen Beziehung? – Diskussion

12:00 Mittagspause

13:00 Erst Fotos, dann Chats und AR, nun das Redesign für Discover: Wird Snapchat zur Medienplattform?

13:20 Rebroadcast, Videochat oder interaktive Gameshow? Welche Lücke besetzt Live im Videouniversum?

13:50 Gekommen um zu bleiben:  Wie das Social Web neue Formate formt. – Einführung

14:05 Gekommen um zu bleiben: Wie das Social Web neue Formate formt. – Beispiele

14:35 Von Skam in Norwegen zu Scham in Deutschland: Social Storytelling in Echtzeit, wie importiert man eine Social Serie?

14:50 Kaffeepause

15:20 Bye, bye organische Reichweite. Wann lohnt es sich, Social sein zu lassen?

15:50 Performanz Marketing für Medienunternehmen: Wenn Facebook und YouTube Einspeisegbühr verlangen.

16:05 Businesscase hinter Social: Wann und wie sich Social finanziell lohnt.

16:35 Medienkritik neu gedacht: von Popkultur bis Thumbnailkritik –  Metakanäle boomen.

16:55 Fazit & Ende


17:10 Ende der Veranstaltung

 

Moderation:

Geraldine de Bastion, Beraterin und Projektleiterin, Vorstand Digitale Gesellschaft e.V., Berlin

Michael Praetorius, Publizist, Berater und Unternehmer, NOEO GmbH, München