Kurzbeschreibung

Wie wird das Fernsehen der Zukunft aussehen? Ist der Trend zur nichtlinearen Fernsehnutzung und zum personalisierten Fernsehen unaufhaltsam? Was bedeutet die immer stärkere Verbindung des Fernsehens mit den sozialen Netzwerken für das Fernsehsystem? Das sind die Fragen, die auf dem DOK.forum diskutiert werden.

Vor einigen Jahren gab es nicht wenige Experten, die die Auffassung vertreten haben, der Tod des klassischen Fernsehens stehe unmittelbar bevor. Das Internet, Streamingangebote, Onlinevideotheken und Videoplattformen würden bereits kurzfristig dafür sorgen, dass das lineare Fernsehen rapide in der Zuschauergunst verlieren werde. Richtig ist, dass der Fernsehmarkt wie kaum ein anderer Medienmarkt in Bewegung ist. Das Nutzungsverhalten ändert sich in vielerlei Hinsicht, es wird vor allem individueller und mobiler. Das klassische Fernsehen hat in den letzten Jahren zunehmend Konkurrenz aus dem Internet bekommen. Kostenfreie und entgeltpflichtige Bewegtbildangebote in Mediatheken, Onlinevideotheken und Videoplattformen konkurrieren um die Aufmerksamkeit des Publikums. Doch trotz ständig zunehmender Konkurrenz und veränderten Nutzungsgewohnheiten bleibt die lineare Fernsehnutzung in Deutschland in der Gesamtbevölkerung weitgehend konstant. Ein etwas anderes Bild ergibt sich allerdings bei den jüngeren Altersgruppen, bei ihnen nimmt die Bedeutung der zeitversetzten, individuellen Nutzung deutlich zu.

Dennoch bleibt das Fernsehen ein soziales Medium, das durch das Phänomen "Social TV" in gewisser Weise zu seiner früheren, gemeinschaftsbildenden Funktion zurückkehrt. Das Fernsehen bewegt sich so in einem Spannungsfeld zwischen immer stärkerer Individualisierung und Personalisierung einerseits und der Bildung virtueller Gemeinschaften durch persönliche Vorlieben und Interessen andererseits.

Wie wird das Fernsehen der Zukunft aussehen? Sorgt gerade die immer stärkere Verbindung des Fernsehens mit den sozialen Netzwerken für eine Renaissance des Mediums?

Agenda

Grußwort     

Siegfried Schneider, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), München

Keynote       

Dr. Florian Kerkau, Geschäftsführer Goldmedia Custom Research GmbH, Berlin                   

Podium:        

  • Joel Berger, Industry Leader Media & Entertainment, Google Deutschland GmbH, Berlin
  • Wolfgang Feindt, Chefredakteur beim ZDF, verantwortlich für deutsche Serien, TV-Dramen, besondere Veranstaltungen und vor allem internationale Koproduktionen
  • Katja Hofem, Geschäftsführerin ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH / Senderchefin kabel eins, Unterföhring      
  • Elke Walthelm, Senior Vice President Partner Channels, Sky Deutschland, Unterföhring

Moderation:

Klaudia Wick, Fernsehkritikerin und Mitglied der deutschen Fernsehpreis-Jury, Berlin

Referenten
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